Augen auf beim Ferienkauf
Von: Nina Sahdeva (akte/fairunterwegs.org)Seit fünf Jahren ist das Reiseportal www.fairunterwegs.org online. Das innovative nonprofit-Portal bietet mit seinen Tipps und Hintergrundinformationen für Reisende, welche ihr Umwelt- und Sozialbewusstsein auch in die Ferien mitnehmen wollen, einen einzigartigen Service.
Dahinter steht der arbeitskreis tourismus & entwicklung, die Fachstelle der Schweiz, die den Tourismus aus entwicklungspolitischer Sicht kritisch hinterfragt, sich für die Rechte der Einheimischen am Reiseort engagiert und ihre faire Beteiligung am Tourismus einfordert.
Viele bemühen sich im Alltag, ökologisch und sozial bewusst einzukaufen. Sie achten auf Bio- oder Fairhandelslabel und meiden Produkte, hinter denen sie Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen vermuten. Aber erst eine kleine Minderheit ist beim Buchen von Reisen ebenso kritisch. Zum Jubiläum will der arbeitskreis Reisende dazu motivieren, beim Reiseveranstalter nachzufragen, welche ökologischen oder sozialen Standards er einhält, und die Reiseveranstalter zu meiden, welche sich nicht um ihre unternehmerische Verantwortung der Gesellschaft und der Umwelt gegenüber kümmern.
Dazu hat er dem Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus der Universität Bern eine Studie zur Nachhaltigkeit in der Schweizer Reisebranche in Auftrag gegeben. Sie gibt Aufschluss darüber, wie sich Reiseveranstalter auf den Nachhaltigkeitstrend einstellen, wie sie ihre Verantwortung wahrnehmen und wie sie ihre Kundschaft informieren. Ausserdem werden künftige Potenziale und Verbesserungsmöglichkeiten skizziert. Das schafft Transparenz, gibt den Reisenden ein Kriterium für die Auswahl ihres Reiseveranstalters in die Hand und erhöht den Druck auf die Branche, sich punkto Sozial- und Umweltverantwortung und Kundeninformation zu verbessern.




